Ausstellung

Lebensgefahr – Minen!

Trauen Sie sich, ein Minenfeld zu betreten? Minen sind entsetzliche unsichtbare Waffen. Beim Betreten der Sonderausstellung „Lebensgefahr – Minen!“ werden Sie das Gefühl der Unsicherheit und Unfreiheit, das Minen verbreiten, spüren. Seien Sie ja vorsichtig! Ein falscher Schritt kann Konsequenzen haben.

Die jütländische Westküste 1944

Knapp 1,5 Millionen – so viele Minen legten die deutschen Soldaten in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs in Dänemark. Die Minen waren Teil von Hitlers großem Verteidigungswerk, dem Atlantikwall, der eine Landung der Alliierten in Westeuropa verhindern sollte. Bei Kriegsende blieben die vielen Minen an den dänischen Stränden und Küsten als große Gefahr für die Bevölkerung zurück. Doch wer sollte sie eigentlich räumen?

In der Ausstellung erfahren Sie mehr über einige der Minentypen, die im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurden.

 

Die Deutschen entfernten die Minen schließlich selbst. In der Sonderausstellung, die Sie bis einschließlich Sommer 2020 im Museum Tirpitz erleben können, erfahren Sie die ganze Geschichte. Sie lernen einige der deutschen Soldaten kennen, die bei jedem Betreten der Minenfelder ihr Leben aufs Spiel setzten. Sie treffen auch einige der dänischen Soldaten, die die Minenräumung kontrollierten, damit keine Sprengkörper vergessen wurden.

Deutsche Minenräumer gehen 1945 durch ein geräumtes Minenfeld, um zu kontrollieren, dass alle Minen entfernt wurden.

 

Eine gefährliche Arbeit

Die Minenräumung war eine lebensgefährliche Arbeit. Ein Fünftel der deutschen Minenräumer wurde getötet oder schwer verletzt. In der Ausstellung erleben Sie einige der schweren Minenunglücke, die 1945 bei der Minenräumung passierten.

In der Ausstellung können Sie die Erregung beim Betreten eines Minenfeldes selbst nachvollziehen.

 

Eine Ausstellung, die sich spüren lässt

In der Ausstellung können Sie im Strandgehöft Schutz suchen, bevor Sie sich in die Landschaft begeben mit Aussicht auf die unsichere Küste, an der Minenfelder und eine mögliche Invasion lauern. Ob Sie den Gang über das Minenfeld schaffen? Und spüren Sie die Unsicherheit, wenn Sie sich selbst an der Entschärfung einer Mine versuchen?

In der Ausstellung sehen Sie einige der Kulissen aus dem Kinofilm „Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit“. Foto: Nordisk Film. Aufnahme von den Dreharbeiten des Films.

 

Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit

Die Geschichte der deutschen Minenräumer kennt man heute aus dem für den Oscar nominierten Film „unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit“, der während der dramatischen Minenräumung unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg spielt. In der Ausstellung sehen Sie Requisiten aus dem Film, der im Raum Blåvand gedreht wurde. Der Film sorgte für reichlich Diskussionen, u. a. darüber, inwieweit die deutschen Minenräumer Kriegsgefangene waren und unter welchen Bedingungen sie arbeiteten. Mit dieser Sonderausstellung versuchen wir, ein differenzierteres Bild der Geschichte zu vermitteln.

Ein kleiner Teil der Ausstellung handelt von der Minenräumung in heutiger Zeit.

 

Wer räumt heute nach einem Krieg auf?

Minen sind entsetzliche Waffen, die noch immer in Kriegen eingesetzt werden. Minen unterscheiden nicht zwischen Freund und Feind, Kind und Erwachsenem – oder zwischen Krieg und Frieden. Sie verbreiten auch heute noch Entsetzen, Angst, Tod und Verstümmelung in vielen Teilen der Welt. In der Ausstellung lernen Sie einen dänischen Minenräumer der Danish Demining Group kennen, die weltweit an Minenräumoperationen beteiligt ist.